Hautkrebsvorsorge | Medizin

Muttermal und Hautchek (Haut-Screening)

Aufgrund der ständig steigenden Inzidenz und der Stadium-abhängigen Prognose maligner Hauterkrankungen wurde nach langjähriger Diskussion am 1. Juli 2008 in Deutschland ein Screening-Schema für Hauttumore eingeführt.

Damit können sich alle Personen mit gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) ab dem 35. Geburtstag alle zwei Jahre von einem Dermatologen oder Allgemeinmediziner auf Hauttumore untersuchen lassen.

Das Melanom stellt in diesem Zusammenhang allerdings einen Sonderfall dar: Es macht zwar nur 5-6% der neuen Hautkrebsfälle aus, ist aber für 75% der Mortalität aufgrund von Hautkrebs verantwortlich.

Ein wesentlicher Anteil (etwa 13%) der Melanome tritt jedoch vor dem 35. Lebensjahr auf, was als Argument für ein Screening auch für die Altersgruppe der 14- bis 34-Jährigen gilt.

Die Ziele der Hautkrebs-Vorsorge sind:

  • Bestimmung der Effektivität eines Hautkrebs-Screenings in der Altersgruppe der 14- bis 34-Jährigen
  • Bestimmung von Risikofaktoren für das Erkennen eines histologisch bestätigten Melanoms oder eines dysplastischen Nävus im Rahmen dieses Screenings
  • die Bewertung der Rolle von künstlichem UV-Licht in der Entstehung von Melanomen oder Melanom-Vorstufen
  • die Einstufung der Kosten und der Kosteneffektivität eines solchen Screening-Programms.

Als Risikofaktoren für die klinische Diagnose „atypischer melanozytärer Nävus“ bestätigten sich die zu erwartenden Faktoren: Anzahl der Nävi, UV-Exposition, Hauttyp und eine frühere Nävus-Exzision. Das Risiko, an einem dysplastischen melanozytären Nävus oder einem Melanom zu erkranken, steigt mit fortgeschrittenem Alter an und ist bei Patienten mit multiplen melanozytären Nävi signifikant höher als bei solchen mit weniger als zehn Nävi.

Im Vergleich zu den Patienten, die nicht in Sonnenstudios gingen, hatten Personen mit regelmäßiger künstlicher UV-Exposition ein erhöhtes Risiko für dysplastische melanozytäre Nävi oder Melanom. Bei Menschen, die nur im Winter Sonnenbanken aufsuchten, war das Risiko 35% höher, bei Menschen mit ganzjähriger künstlicher UV-Exposition sogar 73% höher

Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Ihre Hautärztin aus Düsseldorf

Dr. Gerke

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